[St. Gallen] – Jugendliche warfen Scheiben einer Schule ein

Polizeinews.ch: „Die Kantonspolizei St. Gallen hat vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren ermittelt, die zugegeben haben, am letzten Maiwochenende mit Steinen mehrere Fenster beim Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums eingeworfen zu haben. Es war ein Sachschaden von rund 20’000 Franken entstanden. Sie konnten keinen klaren Grund nennen, weshalb sie dies getan hatten.“….

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[Glarus] – Ein Häftling steckt seine Zelle in Brand

21.8.2012, Polizeinews.ch: „Der Zelleninsasse, ein 25-jähriger Algerier, hatte ein Feuer entfacht und sein Bett in Brand gesteckt, was von der Zellenüberwachung sogleich bemerkt wurde. Das Feuer konnte durch den Gefangenenwart sowie die alarmierten Polizeifunktionäre rasch unter Kontrolle gebracht werden. Wegen starker Rauchentwicklung wurde die Feuerwehr Glarus beigezogen.
Der Verursacher ist geständig und äusserte, dass es ihm bis zu seiner Ausschaffung zu lange dauere. Beim Brand wurde niemand verletzt. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren Hundert Franken. Der Mann wird zur Anzeige gebracht.“

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[Zürich] – illegale Party endet in Krawallen

Blinde Zerstörungswut: Ein vermummter Jugendlicher blockiert den Verkehr mit Abfallcontainern.

Während sich die „politische Szene“ wieder einmal auf dem Helvetiaplatz versammelte (und dann ins Kanzleiareal verdrängt wurde), um zum x-ten Mal ihre illegale Party durchzuführen, deren Geist der Revolte schon lange erloschen ist (es wurde sogar geputzt!), wussten offenbar einige andere beim Seebecken den Raum, den die Anomalität einer illegalen Menschenansammlung bietet, besser zu nutzen, um den Ordnungshütern zu zeigen, was sie von ihrer Ordnung halten…

Aus dem Tagesanzeiger:

„Samstagnacht, gegen 23.30 Uhr verwandelte sich eine erst friedliche Party in einen gewalttätigen Krawall, der einen Grosseinsatz der Zürcher Stadtpolizei nach sich zog. Ein Polizist wurde verletzt, eine Person wurde verhaftet.
Jugendliche hatten am Rande einer illegalen Party einen Abfallcontainer angezündet. «Vor Ort sah sich die anrückende Feuerwehr dann einer aggressiven Menge gegenüber, die sie mit Steinen und Flaschen bewarf», erklärte Polizeisprecher Michael Wirz.
Die Jugendlichen verhielten sich so aggressiv, dass sich die drei zum Schutz der Feuerwehr anwesenden Polizeieinheiten zurückziehen mussten. Etwa dreissig meist alkoholisierte und vermummte Angreifer stiessen schliesslich mehrere Container auf die Strasse, gefährdeten damit den Verkehr und blockierten die Tramschienen.
Die Tramlinie 5 musste den Betrieb einstellen. Erst gegen 0.50 Uhr schaffte es die Polizei mit einem Grossaufgebot und Gummischroteinsatz, die Jugendlichen in den Arboretumpark zurückzudrängen. Dort vermischten sich die Chaoten mit dem heimkehrenden Theater-Spektakel-Publikum. «Es war für die Polizei dann schwierig zu erkennen, wer an den Ausschreitungen beteiligt war und wer nicht», sagte Wirz.

Quelle

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[St.Gallen] – Häftling ausgebrochen

Am Freitagabend (17.8) ist ein 41-Jähriger Häftling aus dem Massnahmezentrum Bitzi in St. Gallen ausgebrochen.

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[Genf, Vernier] – 5 Ausbrüche aus dem Jugendgefängnis!

5 Häftlinge, zwischen 16 und 18 Jahren, sind aus der geschlossenen Erziehungsanstalt von La Clairière in Vernier (GE) zwischen dem letzten Dienstag und Samstag ausgebrochen. Der erste Ausbruch fand am Dienstag statt, wobei einer der Jugendlichen einen „Erzieher“ wegrempelte, um entfliehen zu können- Leider genossen sie nur eine Viertelstunde die frische Luft, bevor sie von der Polizei wieder eingefangen wurden. Sie erhielten eine Disziplinarstrafe von 5 Tagen Isolation.
Dies empörte das Personal der Haftanstalt, sodass sie entschieden, die Gefangenen am Freitag nicht aus ihren Zellen zu lassen, bis sie mit der Generalleitung verhandelten. Noch am selben Tag ergriff ein weiterer Jugendlicher die Flucht, indem er über das Umfassungsgitter kletterte. Er wurde noch nicht wieder gefunden!
Am Samstag zerstörte einer der Jugendlichen, deren Ausbruchsversuch am Dienstag verhindert wurde, das Fenster seiner Isolationszelle und floh. Er wurde in Carouge von der Polizei verhaftet.

Am Vortag des ersten Ausbruchsversuchts, weigerte sich das Personal von La Clairière, die Gefangenen aus ihren Zellen zu lassen.
Seit Anfang Jahr zählt dieses Erziehungsgefängniss bereits 15 Ausbrüche.

Das Personal soll nun verdoppelt und die Einrichtungen verbessert werden…

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[Yverdon] Unruhen in einem Quartier am 1. August

„Ein bewegter 1. August. Das ist unglücklicherweise schon fast eine Gewohnheit geworden in dem Yverdonner Quartier La Villette“ schreibt die bürgerliche Presse. In den Polizeiberichten wird an diesem Abend von „Aufruhr“ gesprochen. Anscheinend wurde sogar ein Fahrzeug quer auf die Strasse gestellt, um die Polizei am Anrücken zu hindern. Vor Ort fanden sich die Bullen mit etwa dreissig jungen Erwachsenen konfrontiert. „Sie waren gut organisiert und warfen handgefertigte Petarden und Raketen. Einiges Feuerwerk wurde sogar gegen die Ordningskräfte gerichtet. Schlimmer noch, ein Lasergerät wurde verwendet, um zu versuchen, einen Polizisten zu blenden“, beklagt sich ein Bulle. „Den ganzen Abend haben sie Katz und Maus mit uns gespielt, indem sie sich zerstreuten, um einige Momente später an einem anderen Ort des Quartiers wieder aufzutauchen“. Etwa ein dutzend Personen wurden infolgedessen verhört.

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[Waadt] 5 Gefangene in Orbe ausgebrochen

Am Montag Morgen, 30 Juli 2012, sind 5 Häftlinge aus der Strafanstalt in Orbe, im Norden des Kantons Waadt ausgebrochen. Die Albaner und Kosovaren sind über das Dach des Gebäudes geklettert, bevor sie einen Sicherheitszaun übersteigen konnten. Die Polizei hat Suchoparationen zusammen mit der Grenzwache gestartet.

Nun dann, wir wünschen viel Glück an der freien Luft!

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FERMENTO: Veranstaltungsprogramm August-September

AnsichtVeranstaltungsprogramm vom August-September
in der anarchistischen Bibliothek FERMENTO

(Diesmal mit einer Rezension des Buches „Hau ab, Mensch“ von Xosé Tarrio. Diese Rezension befindet sich am Ende dieses Artikels
Die beiden Texte für die Textdiskussionen können hier und hier heruntergeladen werden.)

 

Apokalyptische Perspektiven
Textdiskussion
Sa, 25. August, Ab 20:00

Stein um Stein, Kämpfen gegen das Gefängnis und seine Welt (Belgien 2006-2011)
Buchpräsentation, Film, Diskussion
Sa, 1 September, Ab 19:00

Abendessen (Gegen Spende zur Unterstützung der Bibliothek)
Mi, 5. September, Ab 20:00

Diskussion über den Einladungstext zum internationalen anarchistischen Treffen vom 10.-13. November 2012 in Zürich
Sa, 8. September, Ab 19:00

Die flammende Revolte vom November 2005 in Frankreich und die insurrektionelle Hypothese
Textdiskussion
Mi, 19. September, Ab 20:00

Ein neues Polizei- und
Justizzentrum in Zürich
Präsentation und Diskussion
Sa, 29. September, Ab 19:00

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Öffnungszeiten

Mittwoch: 17:00 – 21:00
Samstag: 14:00 – 19:00

Rosengartenstrasse 10, 8037 Zürich

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Für Kontakt, Fragen, oder um über Veranstaltungen informiert zu bleiben:

bibliothek-fermento@riseup.net
www.fermento.noblogs.org

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Bullenhandlanger, Knastbauer, Freiheitstöter!

gefunden auf indymedia.ch:

Die Lokale zweier Beteiligter am Bau des neuen Justiz- und Gefängnisskomplexes PJZ, das beim alten Güterbahnhof gebaut werden soll, wurden in der vergangenen Nacht mit Sprayereien versehen. Es handelt sich um die zuständigen Sicherheitsplaner Amstein & Walthert an Andreasstrasse 11 in Oerlikon und die zuständigen Architekten und Planer Theo Hotz AG an der Münchhaldenstrasse 21 im Seefeld. Auf den Mauern ist zu lesen: „Bullenhandlanger! Knastbauer! Freiheitstöter!“, „A&W beteiligt sich am Bau des PJZ“, „Architektenschweine“, „PJZ niemals!“.

Quelle

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Broschüre: Blanqui oder die staatliche Insurrektion

Die Gefährten von Unruhen Publikationen haben vor kurzem diesen Text ins Deutsche übersetzt und als Broschüre veröffentlicht. Der hier veröffentlichte Text ist eine eigenständige, noch einmal mit dem italienischen Original überarbeitete Version, und kann hier als Broschüre heruntergeladen werden. Weiter unten findet sich auch eine „Biografische Notiz“ zu Blanqui.

 

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Im Jahr 2007 veröffentlichten in Frankreich einige Agenten der imaginären Partei einen Text mit dem Titel « An einen Freund » [A un ami], als Vorwort zum Buch « Auguste Blanqui, Maitenant il faut des armes », herausgegeben von La Fabrique. Es handelt sich um einen durchgehenden Lobgesang auf den autoritären Sozialisten und aufständischen Verschwörer Blanqui. Zu unserem Misslieben kursiert diese feierliche Wiederausgrabung mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum. Übersetzt von den immer gleichen, zu Appellisten konvertierten Pro-Situationisten, zeigt sie nur allzu deutlich die Neigungen des Denkens, das die siamesischen Drillinge Tiqqun-Aufruf-Der kommende Aufstand verbindet. Hinter der metaphysischen oder emotional-poetischen Ebene, auf der die Frage der Autorität stets geschickt umgangen wird, haben diese Agenten offenbar keine Mühe damit, sich in eine Begeisterung für Blanqui zu stürzen. Blanqui, der eiserne Verfechter des revolutionären Staates, der autoritären Insurrektion, der geheimen Avantgarde, der organisatorischen Disziplin, des taktischen Opportunismus ― ach, aber wie ergreifend, kraftvoll, stilvoll, einfach und praktisch er doch war…
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BLANQUI
oder die staatliche Insurrektion

Louis Auguste Blanqui (1805-1881) hat uns bestenfalls eine Parole und ein Buch hinterlassen. Erstere ist jenes Ni Dieu, Ni Maître [Weder Gott noch Meister], welches der Zeitschrift den Titel gab, die im November 1880, einige Monate vor seinem Ableben von ihm gegründet wurde. Letzteres ist das faszinierende L’eternité par les astres  [Ewigkeit durch die Sterne], Betrachtungen über die Existenz von parallelen Welten und die ewige Wiederkehr. Ein Schlachtruf und ein philosophisches Werk über Astronomie: das ist alles von Blanqui, was es verdient, aufbewahrt zu werden. Den Rest, von seinen anderen Zeitschriften (wie La Partie est en Danger [Das Vaterland ist in Gefahr]) bis zu seiner avantgardistischen und autoritären Politik, den lassen wir gerne auf dem Müllhaufen der Geschichte.

Doch nicht alle teilen diese Ansicht, so sehr, dass sich einige vor kurzem darum bemühten, diesen Namen, der für die Vergessenheit bestimmt schien, wieder zu Ehren zu führen. Seine Wiederentdeckung wurde initiiert von den energischsten und flexibelsten Subversiven autoritärer Prägung, geschickt in der Kunst, den Geist der Zeit zu wittern. Angesichts des immer stärkeren Zerfalls dieser Gesellschaft, angesichts des fortwährenden Aufloderns der Flammen der Unruhen, haben sie festgestellt, dass es wahrscheinlicher (und auch wünschenswerter) ist, dass sich um die Ecke eine Insurrektion anbahnt, und nicht ein Wahlsieg der extremen Linken (welche im Übrigen vor der Aufgabe stehen würde, eine Situation zu verwalten und zu lösen, aus der es keinen schmerzlosen Ausweg gibt). Nun, von diesem Standpunkt aus gesehen wären sie ernsthaft Gefahr gelaufen, diesen Lümmeln von Anarchisten das Feld zu überlassen, die einzigen, die die insurrektionellen Perspektiven nie aus den Augen verloren haben, selbst nicht in den grauesten Jahren der sozialen Befriedung. Die linken Vorfahren der sozialen Kritik, ihre sogenannten « Klassiker », konnten von keiner großen Hilfe sein, da sie ihren Glanz schon vor langer Zeit verloren haben. Nachdem ihnen mehr als ein Jahrhundert lang kleine Altare errichtet wurden, nachdem aus ihrem Gedankengut strahlende Leuchttürme inmitten eines revolutionären Sturms gemacht wurden, der im schändlichsten aller Schiffsbrüche endete, bieten ihre Namen keine Garantie mehr. Im Gegenteil, sie provozieren wahre allergische Abwehrreaktionen. Blanqui, der vergessene Blanqui, der größte Vertreter des autoritären Insurrektionalismus, besitzt also alle Eigenschaften, um als eine alternative, originelle und charismatische historische Referenz zu dienen, ganz auf der Höhe der kommenden Zeit.

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St. Gallen: Ausschreitungen bei illegaler Party

15. Juli 2012: Am Samstagabend haben 500 Personen auf dem St. Galler Marktplatz eine illegale Party gefeiert. Die anwesende Polizei wurde beschimpft. Als Leute auf ein Tramhäuschendach stiegen, wurde das Leitungsnetz abgestellt, da sie angeblich den Leitungen „gefährlich Nahe kamen“. Auf die Aufforderung, herunterzukommen, Antworteten die Feiernden, vielleicht mehr berauscht von der durchbrochenen Normalität als vom Alkohol, damit, die Bullen mit Bier und Flaschen zu bewerfen. Als die Polizei schliesslich entschied, in Riot-Ausrüstung in das unerwünschte Treiben einzugreiffen, reagierte ein Teil der anwesenden Leute mit Stein- und Flaschenwürfen auf die Beamten und ihre Fahrzeuge. «Sie warfen Steine und Flaschen und gingen mit Metallstangen auf die Polizisten los» meinte der Einsatzleiter. Leider konnten 5 Personen verhaftet werden, denen unter anderem Landfriedensbruch und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorgeworfen wird.

Quelle

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Zürich: 5 Verhaftungen bezüglich der Konfrontatinen am 1. Mai

Aus den Medien:

13. Juli 2012: „Im Nachgang zu den gewalttätigen Ausschreitungen vom 1. Mai hat die Zürcher Stadtpolizei am Dienstag fünf Männer festgenommen. Einer von ihnen wird beschuldigt, einen Polizisten mit einem Wurfkörper am Kopf schwer verletzt zu haben. Laut Angaben der Stadtpolizei vom Freitag sind bei den Ausschreitungen am Nachmittag des Mai-Feiertages mehrere Polizisten angegriffen und verletzt worden. Der von einem Wurfkörper getroffene Polizist hat laut Mitteilung so schwere Verletzungen erlitten, dass er seither arbeitsunfähig ist. Zudem wurden mehrere Container in Brand gesteckt. Dadurch wurde auch ein Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen. Dazu kommen diverse strafbare Handlungen wie Gewalt und Drohung gegen Beamte, Landfriedensbruch und Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz. […] Nach ersten Befragungen sind die Männer der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sowie der zuständigen Jugendanwaltschaft zugeführt worden. Bei allen wurde ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.“

Quelle

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Zug: Reifen aufgeschlitzt bei 6 Luxusautos

bei einem halben Dutzend Fahrzeugen die Reifen aufgeschlitzt (Bild: Zuger Polizei)12. Juli 2012, polizeinews.ch: „Eine unbekannte Täterschaft hat zwischen dem 3. und 12. Juli 2012 in Rotkreuz bei einem halben Dutzend Fahrzeugen die Reifen aufgeschlitzt. Die Tat ereignete sich an der Birkenstrasse auf dem Parkplatz einer Garage. Die Schadenssumme beläuft sich auf über 8’000 Franken.“ Wie man auf dem Foto erkennen kann, handelt es sich um Autos der gehobenen Klasse.

Quelle

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Beispiellos

Beispiellos

 

Beispiellos. Dies ist die Charakteristik der Epoche, die wir voller Staunen, Sorge, Entsetzen und Hoffnung durchleben. Nicht, dass die Geschichte in der Vergangenheit keine Kriege, Insurrektionen oder zusammenbrechende Wirtschaften gekannt hätte. Aber, im Nachhinein und mit gebührendem Sicherheitsabstand betrachtet, schien es stets einfach, die beteiligten Parteien, ihre Beweggründe und den Einfluss der jeweiligen Handlungen der Protagonisten auf die Aneinanderkettung der Ereignisse festzustellen. Die beiden letzten Jahrhunderte haben uns eine Kenntnis überliefert, die ausgeschöpft werden kann, sie haben unsere Gewissheiten und unsere Zweifel ausgefeilt, sie haben das Handbuch zusammengestellt, das wir in unserem täglichen Agieren benutzen. Das dritte Jahrtausend hat sich aber unmittelbar im Zeichen des Unvorhergesehenen geöffnet.

Wer hätte am Morgen des 11. September 2001, beim Aufwachen gesagt, dass die Welt einige Stunden später nie wieder dieselbe sein wird? Die zehn Jahre, die seit damals verstrichen, haben nichts anderes getan, als unsere gefestigten Bezugspunkte einen nach dem anderen zu zerstören. Bis wir heute ankommen, mit einem seit langem auf der Kippe zwischen Reaktion und Revolution stehenden europäischen Land (Griechenland), mit einem anderen, das für sein in Feuer und Flamme gestecktes Phlegma berühmt ist (England), mit wiederum anderen, die kurz vor dem ökonomischen Zusammenbruch stehen (Italien, Spanien, Portugal, Irland); mit fernen Regimen, die ewig schienen, und innert einiger Wochen in Stücke flogen (Tunesien, Ägypten, Libyen), während andere gezwungen sind, in einer erbarmungslosen Repression gegen die eigene Bevölkerung zu überleben (Syrien); und mit der globalen Supermacht selbst, den Vereinigten Staaten, den Chefs der Welt, die sich gezwungen sehen, mit einer katastrophalen Wirtschaftsbilanz abzurechnen. Ohne von den zahlreichen Kriegen zu sprechen, die von kurzer Dauer hätten sein sollen und stattdessen noch immer andauern (Irak und Afghanistan), von den Konflikten, die besänftigt schienen, und die wiederauflebten (Isreal-Palestina), von den Massenmigrationen, die (auf die eine oder andere Weise) die Lebensweise von Millionen von Menschen durcheinanderbrachten, von den ziemlich wenig natürlichen Katastrophen, die nicht nur einen umweltlichen, sondern auch einen sozialen und politischen Wandel mit sich bringen. Bis wir beim alltäglichen Leben angelangen, jenes, das wir Tag für Tag mit uns schleppen, während wir uns immer mehr mit dem Mangel an entfremdender, aber notwendiger Arbeit herumschlagen, um einen Lohn zu erhalten, der nicht ausreicht, um Waren zu kaufen, die nichts Wert sind… Alles trägt dazu bei, das Bewusstsein zu verbreiten, dass diese Gegenwart keine Zukunft hat.

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Utopie

Utopie

Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, über gewisse Themen zu schreiben, und einige Texte, die ich gelesen habe, schienen mir zu verstehen zu geben, dass das, worüber ich schreiben werde, ein Gefühl ist, das auch bei anderen Kameraden präsent ist.

Es ist ein Bedürfnis, das ich schon immer verspürte, und das nicht nur niemals besänftigt wurde, sondern in letzter Zeit im Gegenteil einen immer grösseren Platz in meinen Überlegungen eingenommen hat: Ich spreche von der Utopie. Continue reading

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Broschüre: Diskussionsbeiträge zum internationalen Treffen in Brüssel 2011

Die Broschüre kann hier heruntergelanden werden. In dieser 30-seitigen Broschüre befinden sich 4 weitere Diskussionsbeiträge, die bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Die anderen Beiträge wurden noch einmal überarbeitet.

Aus der kurzen Einleitung:

„Am 15. und 16. Oktober 2011 wurde zu einem internationalen Treffen „rund um das subversive Buch“ nach Brüssel eingeladen. An dieser zweitägigen Buchmesse sollte eine „Diskussion um revolutionäre Perspektiven aus einem anarchistischen und anti-autoritären Blickwinkel“ stattfinden. Es wurde dazu aufgerufen, im Voraus Diskussionsbeiträge einzuschicken, und es kamen etwa 15 Beiträge aus verschiedenen Ländern zusammen. Diese Texte wurden grösstenteils ins Französische, Italienische, Niederländische, Deutsche und Englische, einige auch ins Spanische und Portugiesische übersetzt.
Diese Brochüre ist eine Zusammenstellung dieser Diskussionsbeiträge, wovon wir diejenigen auswählten, die uns am meisten ansprechen. Einige davon wurden bereits vor dem Treffen übersetzt und hierfür noch einmal überarbeitet, andere erscheinen mit dieser Broschüre zum ersten Mal auf Deutsch.
Ein nächstes internationales Treffen wird voraussichtlich im November 2012 in der Schweiz stattfinden.“

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Graubünden: Brand in Asylunterkunft, Rangeleien mit Polizei

15. Juli 2012: In der Nacht auf Sonntag sind zwei der fünf Container der Asyl-Minimalzentrums Waldau in Graubünden vollstädnig ausgebrannt, die drei weiteren wurden beschädigt. Zu diesem Zeitpunkt bewohnten nur vier Personen dieses Zentrum. „Noch offen ist, ob als Täter Bewohner des Zentrums in Frage kommen oder andere Personen.“ Bereits 2006 kam es zu einem Brand in diesem kleinen Zentrum, das für maximal achzehn Bewohner ausgelegt ist, und in dem „abgewiesene Asylbewerber und solche, die in anderen Zentren wegen ihres Verhaltens nicht tragbar waren“ untergebracht werden. Damals wurde ein Bewohner wegen Verdachts auf Brandstiftung verhaftet, was jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Dass diese Migranten in ihrer Situation jedoch allen Grund hätten, ihr Elend in Brand zu stecken, um eine Änderung der Situation zu erzwingen, können wir sehr gut nachvollziehen. Selbst ein Sozi aus Graubünden sagt: «Ich bin froh, dass das passiert ist. Wir fordern schon lange, dass die Unterkunft Waldau geschlossen wird.» Die dortigen Lebensumstände seien «menschenunwürdig». In die unbetreuten Container würden oft Menschen «willkürlich strafversetzt», mit welchen die Heimleitungen andernorts nicht zurechtkämen. «Es würde mich nicht wundern, wenn die Bewohner die Unterkunft selbst angezündet hätten. Sie ist ein Heim gegen die Leute – nicht für die Leute».

Am auf den Brand in Waldau folgenden Dienstag Abend, haben drei Asylbewerber, die in das Ausreise- und Nothilfezentrum Flüelen verlegt wurden, für Unruhe gesorgt und randaliert, sodass mehrere Polizeipatrouillen einschritten (was genau sich abspielte, da misstrauen wir den Berichten der Medien). Schliesslich wurden die anrückenden Polizisten von den drei Männern beschimpft und bedroht, welche folglich unter massiver Gegenwehr in Gewahrsam genommen wurden.

Quelle 1 | Quelle 2 | Quelle 3

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Bern: Protest bei unterirdischer Asylunterkunft

18. Juli 2012: In der Asylunterkunft von Hochfeld in Bern kam es im Eingangsbereich zu „turbulenten Szenen“ zwischen Migranten und der Polizei, welche von der Leitung gerufen wurde, da verschiedene Bewohnter versuchten, ihre Matratzen ins Freie zu transportieren, um gegen ihre Situation zu protestieren. In dieser unterirdischen Unterkunft ohne Licht, im Keller eines Schulhauses, in der etwa 160 Migranten untergebracht sind, schlafen bis zu 24 Personen in einem Raum, darunter auch Familien.

Quelle 1

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Winterthur: Kontrolleur angegriffen

19. Juli 2012, 20min: „Ein Sicherheitsangestellter, der die Parkordnung auf dem Parkplatz Deutweg kontrollierte, wurde am Dienstag von einem Mann angegriffen und verletzt.“

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Aargau: alle Nordafrikaner ausquartiert

27. Juni 2012: Nach dem deutlich rassistisch Motivierten Protest vor einigen Monaten gegen eine Asylunterkunft in Bettwil, im Kanton Aargau, wurden nun in der Asylunterkunft von Muri, im selben Kanton, alle Migranten ausquartiert, die folgendes ethnisches Kriterium teilen: Nordafrikaner. Anlass dafür seien verschiedene Delikte, die von Nordafrikanern in der Region verübt wurden. „Die Bewegungsfreiheit der Asylbewerber aus Nordafrika muss eingeschränkt werden“, sagt der frühere Präsident der Vereinigung der kantonalen Migrationsämter Heinz Brand.

Quelle

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