Das Ende der Illusionen – Zum Prozess gegen 6 Kameraden in Frankreich

http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2012/05/Das-Ende-der-Illusionen.jpg

Vom 14. bis 22. Mai werden in Frankreich 6 Kameraden vor Gericht gestellt für “Verbrechervereinigung mit terroristischer Zielsetzung”. Mehr über die Geschichte davon, Briefe der Angeklagten etc. können in den 3 Ausgaben der französischen Publikation “Mauvais Intentions” gelesen werden. Auf Deutsch könne Briefe von Ivan, Bruno, Isa und Farid, sowie andere Texte diesbezüglich können in diesem Heft gelesen werden, das im Frühjahr 2009 erschien. Wir publizieren hier eine Übersetzung eines Plakats aus Paris bezüglich dieses Prozesses, die wir ausgehend von einer Übersetzung von ContraInfo überarbeiteten. Weiter unten fügten wir einen Artikel aus der 2. Nummer der “Grenzenlos” an, der einige weitere Hintergrundinformationen zum Prozess enthält.

Das Ende der Illusionen

Die Monatsenden sind sowieso schon schwer unter Dach und Fach zu bringen, und nun verspricht man uns von allen Seiten einen neuen Sparkurs, den es mit zugehaltener Nase, und vor allem ohne murren zu schlucken gilt. Eine notwendiges Übel schliesslich, um diese verfluchte Schinderei, mit der wir uns schon viel zu lange abquälen, vor dem Sturm zu bewahren.

In dieser verkehrten Welt, sei das Problem angeblich nicht, dass sich eine kleine Anzahl Leute auf dem Rücken der anderen bereichert, sondern, dass man sich nicht mit den Krümmeln zufriedengibt, die man uns zugesteht. Es sei nicht die Vermarktung von allen und allem, sondern, dass einige an der Kasse vorbeigehen, ohne zu bezahlen. Es sei nicht die Herrschaft der Politik, sondern, dass Revoltierende für eine Gesellschaft ohne Regierende und Regierte, ohne Herren und Sklaven kämpfen.

In dieser verkehrten Welt, sei das Inakzeptable nicht, die Erde mit Industrie- und Nukleargiften vollzustopfen, völlig demokratisch ganze Bevölkerungen zu bombardieren, Milliarden von Menschen bei der Arbeit zu verstümmeln und zu töten. Das Inakzeptable sei, die Routine der Ausbeutung und der Herrschaft durchbrechen zu wollen, um endlich mit dem Experiment einer Welt der Freiheit und Gegenseitigkeit beginnen zu können.

Denn gegenüber uns, jedes Mal, wenn wir den Kopf nicht genug beugen, gibt es den Knüppel und seine Verfechter, um zu versuchen, uns wieder in die Reihen einzugliedern. Gegenüber uns besetzen die Uniformen militärisch die Viertel, führen sie Treibjagd mit Dateien und Überwachungskameras, häufen sie die Kontrollen und Prügel.

Nun, wer hat noch nie daran gedacht, ihnen jeden Schlag mit einem Gegenschlag zurückzuzahlen, wer hat noch nie das Verlangen verspürt, Schluss zu machen mit den Hunden, die die Ordnung und die Privilegien der Mächtigen hüten?

Gegenüber uns, wenn wir uns weigern, schön artig auf kleiner Flamme dahinzusiechen, droht der Staat ununterbrochen mit dem Gefängnis. Eingesperrt, weil wir das heilige Eigentum nicht respektierten, eingeschlossen, weil wir nicht im Besitz des richtigen kleinen Papierfetzens sind, eingekerkert, weil wir unsere Wut in die Fresse der Autorität gespuckt haben.

Nun, wer hat noch nie davon geträumt, dass die Knast dem Erdboden gleichgemacht werden? Ist der Angriff auf Kommissariate oder Gefängnisse nicht Teil er Vergnügungen, wenn Aufstände ausbrechen, hier oder anderswo, wie letztes Jahr in Tunesien?

Vom 14. bis 22. Mai werden sechs Kameraden in Paris vor Gericht geführt, unter der Anklage von “Verbrechervereinigung mit terroristischer Zielsetzung”. Die Anklagepunkte betreffen den Versuch einer Brandstiftung eines Fahrzeugs der Bullen im Jahr 2007 während der letzten Präsidentschaftsmaskerade, und eine Sabotage des Zugverkehrs während der Anti-CPE Bewegung im Jahr 2006. Sie werden ebenfalls angeklagt, handgemachte Rauchbomben und Krähenfüsse hergestellt zu haben, die für eine Demonstration vor dem Gefängnis für Ausländer in Vincennes 2008 bestimmt waren. Zudem wird ihnen vorgeworfen, Sabotageanleitungen, Chlorat und Originalpläne des Gefängnis für Minderjährige in Porcheville (Yvelins) auf sich gehabt zu haben.

Eine tiefe Kluft trennt jene, die sich auflehnen, um sich zu befreien, von jenen, die in die Menge schlagen, um die Macht zu verteidigen, zu festigen oder zu erobern: nämlich der Staat, die Bosse und ihre Mitstreiter.

Darum, da die Freiheit das Verbrechen ist, dass alle anderen enthält, möge jeder seine Solidarität auf die angemessenste Weise ausdrücken!

Meuterer und Meuterinnen des sozialen Gefängnisses

GEGEN DEN STAATSTERRORISMUS,
MÖGE DIE SCHÖNE NEUE WELT KREPIEREN!

Continue reading

Posted in Alles, Schweiz, Worte | Leave a comment

Rebellisches Griechenland

In Anbetracht der Diskussion über die soziale Auflehnung in Griechenland am Samstag 12. Mai, 20:00, im FERMENTO in Zürich (Veranstaltungsprogramm hier), publizieren wir hier drei Texte bezüglich Griechenland als Pamphlet, die in der 3. Ausgabe der internationalen anarchistischen Zeitschrift “A Corps Perdu” im September 2010 erschienen sind. Die ganze Ausgabe der 3. Nummer dieser Zeitschrift wird im Juni 2012 auf Deutsch erscheinen.

———————————————————————
Wir verweisen hier auch auf die Diskussion über den Text “Sprung ins Unbekannte – Gedanken für eine anarchistische Offensive im Herzen der Befriedung” (der in der Bibliothek sowohl als Brochüre wie als Audio-CD mitgenommen werden kann), die am Mittwoch, 16. Mai, 20:00 stattfinden wird.
Und auf den Vortrag über die Geschichte der anarchistischen Ideen in der Schweiz, der am Samstag, 26. Mai, 19:00 stattfinden wird.
—————————————————————-

Rebellisches Griechenland

Der Spiegel des sozialen Friedens beginnt Risse aufzuweisen. Das Haltbarkeitsdatum der sozial-demokratischen Verwaltung Europas scheint überschritten und, eine nach der anderen, nehmen dies die nationalen politischen Klassen zur Kenntnis. Während die gesetzlichen Grundlagen für diese Wende in einigen Ländern bereits in relativer Ruhe durch die Parlamente gewählt wurden, haben die Feindschaften in Griechenland ein unerwartetes Ausmaß angenommen. Obwohl diese Konfliktualität in die Kontinuität von Kämpfen gegen den Abbau des „Sozialstaates“ gestellt werden kann, an die wir bereits gewöhnt sind, hat sie die Tendenz einen beträchtlich anderen Charakter anzunehmen – während sie von vergangenen Erfahrungen, wie jener der Revolte vom Dezember 2008 genährt wird. Eine Übereinkunft mit dem Staat im Sinne des alten sozialen Paktes scheint immer unwahrscheinlicher, weil die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Grundlagen dafür nicht mehr existieren. Wir stehen also vor neuen Ausgangsbedingungen. Daran gewöhnt, Kämpfe zu führen, die darauf abzielen, die soziale Befriedung und den Konsens zu durchbrechen, der ihn umgibt, könnten wir bald mit einer neuen Form von Verwaltung konfrontiert sein, die eher darauf abzielt, ein Kriegsklima einzuführen. Darum ist es umso notwendiger, neue Perspektiven zu entwickeln, uns darauf einzulassen, einige neue Hypothesen für den sozialen Krieg zu formulieren.

Dies ist, wieso wir hier zunächst noch einmal auf die Revolte vom Dezember 2008 zu sprechen kommen wollen. Der erste Text, der einige Zeit vor den aktuellen Erschütterungen in Griechenland verfasst wurde, entspringt dem Willen, diesen Dezember 2008 zu evaluieren und seine Grenzen zu umreissen, aber vor allem, entlang der insurrektionellen Perspektiven zu reisen.

Zwei Jahre später scheint eine gewisse Unzufriedenheit breite Schichten der griechischen Gesellschaft in Bewegung zu bringen. Diejenigen, die 2008 nicht ohne große Sympathien, aber dennoch „alleine“ dastanden, um die Flammen der Revolte kräftig zu schüren, indem sie sie weit über den anfänglichen Funken hinaustrugen, können heute spüren, wie um sie herum etwas anzuwachsen beginnt, das versucht, sich gegenüber der vorprogrammierten Verschlechterung des Lebens so vieler Menschen zu äussern.

Man könnte diese Verschlechterung, die für einige bereits Realität ist und sich bei anderen gerade ankündigt, einer gründlichen sozio-ökonomischen Analyse unterziehen. Man könnte vom Ende eines Zyklus von Umstrukturierung, Liquidierung und Wiederaufbau sprechen. Und seien wir ehrlich, es wäre nicht ganz uninteressant. Es gibt aber auch eine andere Art und Weise, auf die man versuchen kann, auf die Realität Einfluss zu nehmen, in sie einzudringen, um die Subversion in sie hinein zu tragen. Diese andere Art und Weise, ein Spiel zwischen Theorie und Praxis, eine permanente Provokation von Herausforderungen, versucht eine gewisse Analyse der Situation auf das Terrain der Hypothese und des Experiments zu bringen. Nicht, weil wir Fanatiker des Handelns um des Handelns willen oder des Täumens um des Täumens willen wären, sondern weil wir von einem Willen angetrieben werden, unsere Ideen ins Herz der sozialen Konfliktualität zu tragen. Dieser Wille gibt sich nicht damit zufrieden, ein Zuschauer zu sein, sondern sucht permanent nach Anhaltspunkten, um – à corps perdu* – ins Getümmel zu springen. Und wir haben keine Lust, diese Sprünge blind und unüberlegt zu machen. Und eben dies war der Anlass für den zweiten Text.

 ———–
* Diese französische Redewendung bedeutet wortwörtlich mit verlorenem Körper und steht in etwa für ungestüm, voller Elan, ohne Berechnung.

=========================================

Continue reading

Posted in Alles, Schweiz, Worte | Leave a comment

Genf: Angriffe auf die Lokale der SP und der Grünen

“Die Barrikade hahttp://cettesemaine.free.fr/spip/IMG/jpg/1-49.jpgt nur zwei Seiten”, schrieben die Angreiffer mit Farbe auf die Glasfassade des Lokals der Grünen, die ausserdem Mit Farbbomben beworfen wurde. Auf die Fasse der SP wurde mit Farbeiern beworfen.

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Basel: Mitsubishi in Bra Brennendes Auto

In der Nacht vom 4. auf den 5. Mai “stellte ein Taxifahrer beim Zoo-Parkplatz an der Binningerstrasse ein Auto fest, welches in Vollbrand stand. Die Feuerwehr konnte den Brand in kurzer Zeit löschen. Das Fahrzeug, ein Mitsubishi Colt mit deutschem Kennzeichen, wurde vollkommen beschädigt.” Quelle.

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

St. Gallen: 1.Mai-Rede gestört durch Brand im Starbucks

In St.Gallen musste die Feuerwehr die 1.-Mai-Rede von SP-Nationalrätin Hildegard Fässler unterbrechen, da sie mit mehreren Wagen und Sirenen auf dem vollen Platz auffuhren, wo diese Rede gehalten wurde: In der Toilette im Untergeschoss des danebenliegenden Starbucks wurde ein Abfallkorb in Brand gesteckt. Eine gute Idee, falls da jemand beabsichtigte, diesen elenden Politikerzirkus zu stören…

In der Nacht des selben Tages noch, wurde an der Dufourstrasse ein Lieferwagen in Brand gesteckt. Quelle.

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Zürich: Angriffe am 1.Mai

http://cettesemaine.free.fr/spip/IMG/jpg/2-49.jpghttp://cettesemaine.free.fr/spip/IMG/jpg/1-44.jpgWährend die Bullen im Stadtzentrum alles abriegelten und jegliche mögliche Ausschreitung mit massiver Präsenz von Beginn an eindämmte (trotzdem wurden Zivi-Greiffer, der Mediensprecher der Stapo Marco Cortesi mit Gegenständen beworfen und scheinbar ein Gebäude der KriPo und eine Bank angegriffen), kam es an diesem 1. Mai an der Peripherie zu einigen Zwischenfällen: Anscheinend wurde in der nähe des Farbhofs mit vielen brennenden Kontainern eine Strassenblockade errichtet, und wurden auch im späteren Verlauf des Tages hier und dort Strassen mit Kontainern und anderem blockiert. In der Nacht brannte bei den Geleisen auf Höhe der Manessestrasse ein Bahnwagen mit Baumaschinen. “Beim Eintreffen der Polizei standen die Führerstände einer Einschotter-/Planiermaschine sowie einer in der Nähe abgestellten Strassenwalze in Vollbrand. Es entstand ein Schaden von über einer Million Franken. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.”

Ausserdem wurde in der Nacht des 2. Mai in Zürich Hottingen ein Polizeiposten und eine danebenstehende Credit Suisse Bank mit Farbe, Steinen und Rauch angegriffen. Ein Communique dazu findet sich hier.

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Basel: illegales Fest gegen Polizei verteidigt

http://ch.indymedia.org/images/2012/04/86250.jpg27. April: Als die Polizei versuchte, das illegale Fest unter Kontrolle zu bringen, das in einer ehemaligen Garage stattfand, und dabei ein Schuss Gummischrott abgab, wurde sie sofort von der Menge zurückgedrängt und mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Leute verliessen die Garage und versperrten mit Baugittern die Strasse und steckten Material in Brand, während das Fest nun auf der blockierten Strasse weiterging. Die Polizei hielt sich daraufhin im weiteren Verlauf zurück.

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Tessin: Bullen im Haus von Gefährten für biometrische Daten

Eine Übersetzung des auf italienisch Publizierten Artikels.

Hände weg von den Gefährten!
Solidarität mit ihnen und der ihnen vorgeworfenen Verwüstung des Konferenzraumes in Locarno!
Aus lebe die direkte Aktion gegen alle Formen der Unterdrückung und ihre Unterstützer!

————————————————————————–

Tessin: Bullen im Haus von Gefährten für biometrische Daten

Gestern, am Dienstag 17. April, sind beim Wohnort von einigen Gefährten in Vacallo um etwa 07:30, mit einem vom Richter Sonia Giamboni Tommasini unterzeichneten Hausdurchsuchungsbefehl, ein dutzend Bullen aufgetaucht (5 innerhalb des Hauses und die übrigen im Umkreis des Hauses patrouillierend), auf der Suche nach einem Gefährten und einer Gefährtin, um sie in ihre Büros mitzunehmen und von ihnen biometrische Fotos zu nehmen, für die laufende Untersuchung bezüglich der Sachbeschädigungen, die 2009 im Innern des Konferenzsaals des Hotels Pestalozzi in Lugano verursacht wurden, wo die Konferenz von Josè Pinera* hätte stattfinden soll, die folglich anulliert wurde.

Die Bullen haben, nachdem sie das ganze Haus durchsuchten (ohne irgendetwas mitzunehmen) nur einen der beiden Gefährten gefunden, die sie suchten, und legten diesen in Handschellen und führten ihn ab. Die Gefährtin wurde ihrerseits um etwa 8 Uhr Morgens in der Nähe von Lugano von einem Auto und zwei Vans in Zivil von der Polizei abgefangen.

Die Gefährten wurd in zwei getrennte Zellen im Innern der kantonalen Polizeizentrale gebracht, die neben dem Zoll von Chiasso liegt, wo sie dann auf die Abnahme der biometrischen Daten warten mussten. Als der Fotograf der wissenschaftlichen Abteilung ankam, haben sie die Gefährten einzeln und noch immer in Handschellen vor die Kamera gezerrt, wo sie sich jedoch wehrten, indem sie den Kopf gesenkt hielten und die Fotografie mit verschiedenen Bewegungen erschwerten. Aus diesem Grund wurden die Fotos mehrere Mal gemacht, da es ihnen nicht gelang, die biometrischen Daten herauszulesen. Die Bullen versuchten, das Gesicht der Gefährten in der notwendigen Position stillzuhalten, aber auch dies störte die abnahme der Daten. Letztendlich gaben sie sich, da sie nicht anders konnten, mit den gemachten Fotos zufrieden. Am Ende des Morgens wurden der Gefährte und die Gefährtin wieder entlassen.

Einige Anarchisten und Anarchistinnen

———————————————

* “Für den 29. Mai 2009 organisierte die “Associazione dei Liberisti ticinesi” beim “Canvetto luganese” ein Treffen über das Thema der Renten. “Ehren”-Referent sollte Josè Pinera sein. Dieser besetzte das Amt des Ministers für Arbeit und für “soziale Sicherheit” während der Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet in Chile, unter welcher eine harte neoliberale Politik eingeführt wurde, die jegliche Form von Sozialstaat zerstörte, angefangen bei den Renten, was vor allem für die schwächsten Schichten der Gesellschaft verheerende Auswirkungen hatte.” nde Auswirkungen hatte.”
Posted in Alles, Schweiz, Taten, Worte | Leave a comment

Zürich: Zwei brennende Autos der EWZ

gefunden auf indymedia.ch:

“Am frühen Montag Morgen (etwa 2 oder 3 Uhr) habe ich gesehen, wie die Feuerwehr 2 brennende Fahrzeuge vor dem EWZ Gebäude an der Röslistrasse im Zürcher Kreis 6 löschte. Beide Autos gehörten der EWZ. Mittlerweile wurden die Fahzeuge abtransportiert und es ist nur noch geschwärzter Boden und etwas verbrannter Plastik zu sehen. Ich kenne die Motivation dieser Tat nicht. Man kann aber in Betracht ziehen, das die EWZ mitverantwortlich sind für die Existenz von Atomkraftwerken”

Schwarze Liste der Atomlobby

 

 

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Lenzburg: Protest vor dem Knast für Marco Camenisch

21. 3.: Vor kurzem ist Marco Camenisch die Möglichkeit, nach zwei Dritteln seine Haft zu verlassen, auf Grund seiner unbeugsamen Haltung abgelehnt worden. Dies als Anlass versammelten sich etwa 50 Personen am Bahnhof und zogen von dort, trotz einiger anwesenden und kontrollierenden Bullen, durch das Städtchen bis zum Knast. Dort wurde mit Megaphon und Feuerwerk Lärm gemacht. Die Leute begaben sich ohne grosse Zwischenfälle, begleitet von den Bullen, wieder durch die Stadt zurück zum Bahnhof.

Posted in Schweiz, Taten | Leave a comment

Zürich: Gegen das PJZ – 24 platte Reifen für die SBB

Bei 6 Fahrzeugen der SBB stachen in Zürich in der Nacht auf Mittwoch (11.4) unbekannte Personen jeweils alle 4 Reifen platt. Es handelte sich dabei um einen Lieferwagen und einen PKW, die in der Nähe der Duttweilerbrücke parkiert waren, und um weitere 2 PKWs und 2 Vans, die in der Nähe der Aargauerstrasse parkiert waren. Auf allen Fahrzeugen wurden mit einem Stift Nachrichten hinterlassen wie: “Die SBB beteiligt sich am Bau des P J Z”, “Gegen Ausschaffungen und Knäste”, “P J Z Niemals”.

Quelle

Informationen über das PJZ

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Chur: Tumult zwischen Tunesischen Migranten und der Polizei

Polizeinews.ch:

16. April, Chur (Erstaufnahmezentrum Foral): “Ein 21-jährige Tunesier fing an, Gegenstände aus dem Fenster zu werfen. Nachdem der Nachtwächter des Heimes den Mann nicht beruhigen konnte, alarmierte er die Stadtpolizei Chur. Gegenüber dieser verhielt sich der Asylsuchende ebenfalls sehr uneinsichtig und renitent. Aus diesem Grund wurde zur Verstärkung die Kantonspolizei Graubünden aufgeboten. Im Verlauf der Auseinandersetzung mischten sich weitere Asylsuchende ein, teils um zu helfen, teils um ebenfalls zu randalieren. Dabei kam es zu weiteren Sachbeschädigungen. Unter anderem wurde die Frontscheibe eines Patrouillenfahrzeuges durch einen Steinwurf beschädigt. Um die Situation zu klären, musste die Polizei Pfefferspray einsetzen. Der tunesische Asylsuchende, der die ganzen Unruhen ausgelöst hatte, konnte letztlich arretiert und aufgrund einer ärztlichen Verfügung in die Klinik Waldhaus in Chur eingeliefert werden. Im Einsatz standen rund 15 Polizisten und ein Team der Rettung Chur.”

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Zürich: 2 demolierte Starbucks-Cafes

Aus den Medien: “Vergangene Nacht trieben in Zürich Vandalen ihr Unwesen. Gleich zwei Niederlassungen der amerikanischen Kaffeekette Starbucks waren Ziel ihrer Zerstörungswut. Am Limmatquai und am Stauffacher fanden die Mitarbeiter des Kaffeehauses heute Morgen die ähnliche Verwüstung an: verschmierte und beschädigte Scheiben.
… “Wir gehen von einem Sachschaden von insgesamt mehreren Tausend Franken aus”

Quelle

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Riniken (AG): bei 5 Autos Reifen zerstochen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (15. April) wurden in Riniken an insgesamt  fünf parkierten Autos die Reifen zerstochen. Der Sachschaden dürfte mehrere tausend Franken betragen.

Posted in Schweiz, Taten | Leave a comment

Arme

Arme

Sehr oft haben wir die Tendenz, nur dem Aufmerksamkeit zu schenken, was materiell und in Zahlen zu bemessen ist. So sind wir veranlasst, das Elend, das in dieser Gesellschaft vorherrscht, ausschliesslich aus einem Blickwinkel von materieller Armut, anders ausgedrückt, als Mangel an Geld zu betrachten. Doch der Kapitalismus beraubt uns nicht nur der materiellen Mittel, um so zu leben, wie es uns passt. Er zwingt uns nicht nur, zu arbeiten oder uns vor den sozialen Hilfsinstitutionen hinzuknien. Er auferlegt uns nicht nur, in einer Umwelt zu überleben, die von der Industrie verseucht, durch ihre Produktion von unnützen und schädlichen Objekten vergiftet und durch ihr grossartiges nukleares Instrument verstrahlt ist, das, angesichts der Risiken und Katastrophen, die es mit sich bringt, alle vom Staat und seinen Spezialisten abhängig macht. Nein, es ist nicht nur das.

Was vielleicht noch schlimmer ist, als die materielle Verarmung, ist das emotionale Elend, das in dieser Gesellschaft vorherrscht und von der Gesamtheit der sozialen Verhältnisse generiert wird, die dieser Welt das dreckige Gesicht geben, das sie hat. Continue reading

Posted in Alles, International, Schweiz, Worte, Worte | Leave a comment

Kloten (ZH): Taxifahrer von 4 Polizisten verprügelt

Aus den Medien:

“Als Taxifahrer Roman H. am Flughafen nach abgelaufener Parkzeit das Parkfeld wechseln wollte, zeigten ihn vier Polizisten an. Die Situation eskalierte, als sich der Chauffeur darauf trotz Anordnung weigerte, vom Terminal wegzufahren: «Die Polizisten warfen mich zu Boden und schlugen auf mich ein», sagt der 31-jährige Zürcher. Dies, weil er mit lockeren Sprüchen die Autorität der Polizisten angezweifelt habe. [...] In Handschellen schleiften ihn die Beamten auf den Posten. Dort habe er ein Black-out erlitten: «Ich bin zeitweise bewusstlos gewesen», so H. Er sei dermassen weggetreten gewesen, dass er nach der Entlassung den Weg nicht mehr aus dem ihm bekannten Gebäude gefunden habe.
«Die Polizisten hatten ihn übel zugerichtet, er war total verwirrt», sagt auch Christian S.*, Augenzeuge und Bekannter des Opfers. Er brachte den Taxifahrer nach Entlassung ins Spital Bülach. Dort diagnostizierten die Ärzte bei H. gemäss dem Arztzeugnis ein Schädel-Hirn-Trauma, eine geplatzte Lippe, eine verstauchte Halswirbelsäule sowie Schürfungen an Kopf und Armen. Trotz starker Kopfschmerzen verliess H. noch in der Nacht das Spital und holte seinen Wagen am Flughafen ab. “

Quelle

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Kloten: Ein Landwirt rastet auf dem Betreibungsamt aus

Aus den Medien (15. April):

“Ein aufgebrachter Landwirt aus Kloten hat auf dem Betreibungsamt mit einem Massaker gedroht und anlässlich einer Verhaftung eine Polizeibeamtin mit einer Bierdose verletzt. [...]

Es war am 3. Juni 2010, als der heute 68-jährige Landwirt auf dem Betreibungsamt in Kloten zum ersten Mal ausrastete. Er zerriss mehrere Zahlungsbefehle und schlug in seiner Wut eine Türe so stark zu, dass sie beschädigt wurde. Über drei Monate später kam es noch schlimmer. Der Bauer musste wegen einer Pfändung erneut auf dem Betreibungsamt erscheinen und verlor erneut die Beherrschung. Als sich eine Beamtin nach dem Einkommen seiner Frau erkundigte, rief er, dass es jetzt «chlöpfe» werde und schlug mit seiner Faust auf den Korpus. Dann tobte er herum und führte aus, dass er ein Gewehr holen und alle vom Betreibungsamt erschiessen werde. Er hörte erst auf, als ein Klotener Stadtpolizist eingriff und den Querulanten mit Zureden beruhigen konnte.

Polizeibeamtin verletzt
Am nächsten Tag tauchten vier Polizeibeamte am Wohnort des Landwirtes auf und wollten ihn verhaften. Er nahm gerade in der Küche das Abendessen ein, als ihn die Polizisten aufforderten mitzukommen. Da verlor er plötzlich die Beherrschung und ging mit einer halbvollen Bierdose auf eine Polizeibeamtin los. Dabei schlug er mehrfach auf sie ein und brachte ihr mit der Dose an der linken Hand eine erhebliche Verletzung bei. Danach konnten die übrigen Ordnungshüter den schreienden Rentner überwältigen und in das Gefängnis abführen. Er sollte danach über 14 Tage in Untersuchungshaft verbringen. Continue reading

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Von einigen Notwendigkeiten

Von einigen Notwendigkeiten

[Dies ist einer der Texte, die als Diskussionsbeitrag für das internationale Treffen unter Anarchisten und Anti-Autoritären vom 15. und 16. Oktober 2011 in Brüssel verfasst wurden. Er befindet sich mit 3 weiteren Texten in der 2. Ausgabe der Zeitschrift "Grenzenlos". Das Original ist in deutscher Sprache.]

Wir befinden uns zweifelsohne an einem Punkt, an dem es viel abzuwerfen, zu übersteigen und neu zu erfassen gilt, um uns aus dem Sumpf zu ziehen, in den uns die Fortschritte des Kapitals und die Irrwege der Befriedung getrieben haben. Um zurückzuerlangen, was sich eigentlich von selbst versteht: dass wir als Anarchisten eine revolutionäre, und somit eine aufständische Perspektive haben, das heisst, Projekte, die lokal und international konkret in diese Richtung arbeiten.
Während der letzten Jahre äusserte sich da und dort das Bedürfnis nach « dem Neuen, das auf sich warten lässt », nach « Hypothesen, die es noch zu formulieren gilt », nach Projektualitäten, die endlich die etablierten Grenzen übersteigen. Ja vielleicht nach etwas, das sich jenseits der spezifischen Kämpfe entwickelt, die wir in unseren Kontexten führen (und zweifellos weiterhin führen sollten), etwas, um die Debatte und Agitation allgemeiner um jene Ideen wieder aufzufrischen, die uns schliesslich grundlegend sind: die Anarchie und die soziale Revolution.
Was verstehen wir heute darunter? Wie sprechen wir davon? Wie kann die Anarchie wieder eine lebendig diskutierte, revolutionäre Möglichkeit gegenüber dem gegenwärtigen Elend werden? Wenn das klassische Model des Aufstands und der Revolution längst obsolet wurde, wie betrachten wir heute die Perspektive einer fundamentalen sozialen Umwälzung? Wie könnte heute eine revolutionäre Praxis aussehen, unser qualitativer Beitrag als anarchistische Minderheit innerhalb der sozialen Konfliktualität? Im Alltag, sowie in den Unruhen, die bestimmt weiterhin, mit oder ohne unser zutun, um uns herum ausbrechen werden?
Die Diskussionen und Hypothesen, die Agitation und die Projektualitäten, die sich um diese Fragen drehen, sind meiner Meinung nach etwas, das wir über den eigenen spezifischen Kontext hinaus, auf internationaler Ebene entwickeln sollten. Die Büchermesse in Brüssel 2011 könnte ein Anstoss dazu sein, ich denke aber, dass dazu zunächst einige Dinge notwendig sind… Continue reading

Posted in Alles, International, Schweiz, Worte, Worte | Leave a comment

Glarus: 4 brennende Autos.

Schwanden, GL: In der Nacht des Karfreitags, dem 6. April, wurde in dem glarnerischen Dorf Schwanden, nach Polizeiangaben, erst unter einem Personenwagen, und etwas weiter unter einem anderen Personenwagen Brand gestiftet. Beide Autos brannten vollständig aus, während das zweite, das auf dem alten Feuerwehrplatz stand, zwei weitere Lieferwagen in Mitleidenschaft zog.

 

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment

Bern: Ein wildes Strassenfest

Aus den Medien (02.04.2012): “Bei einer unbewilligten Demonstration ist es am Samstagabend in Bern zu zahlreichen Sachbeschädigungen gekommen. Die Polizei hielt 124 Personen an und kontrollierte sie. [...]
Die Demonstrierenden versammelten sich gegen 21 Uhr in der Länggasse und zogen gegen den Bahnhof. Dort beschädigten sie unter dem Baldachin Ticketautomaten und sprayten, wie die Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Der anwachsende Demonstrationszug bewegte sich stadtabwärts, wobei weitere Gebäude und Fahrzeuge besprayt wurden. Kurz nach 22 Uhr hielt die Polizei eine grössere Gruppe vor der Heiliggeistkirche an und forderte sie auf, sich zu zerstreuen. Dabei wurden die Beamten von der gegenüberliegenden Strassenseite mit Flaschen beworfen. [...]
Die Polizei setzte Gummischrot ein. Sie transportierte 124 Personen ab. Mehrere von ihnen wurden wegen Landfriedensbruchs verzeigt. Zudem kam es zu Anzeigen wegen Betäubungsmitteln und Verstössen gegen das Waffengesetz. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren 10’000 Franken. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot zur Stelle.  [...]

Quelle

Posted in Alles, Schweiz, Taten | Leave a comment