Ja, aber was wollt ihr denn eigentlich?

Jul 19, '10 @ 21:49

http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/gallery/5738/jaber-titelblatt.gif„Was uns als Anarchisten charakterisiert, ist, dass wir die Ziele als untrennbar von den Mitteln betrachten, denn die Methoden des Kampfes geben bereits Einblick in das Leben, wofür wir kämpfen. Der Sinn dessen, was wir tun, haftet der Aktivität selbst und nicht der Anzahl quantitativer Resultate an; eben weil die sozialen Kräfte unvorhersehbar sind, kann man sie nicht in Zahlen messen: was wir wahrnehmen, das sind im Grunde nur die ersten, sich bildenden Kreise der Steine, die wir werfen.
[...]
Und somit ist das, was wie ein ”Purismus” erscheinen mag, in Wirklichkeit eine recht konkrete Weise, die Existenz zu betasten, ”mit der stolzen Freude des sozialen Kampfes”. Wir glauben nicht an aufgehende Sonnen der Zukunft, während man im Hinterzimmer Berechnungen anstellt. Die Welt, in welcher wir leben wollen, muss so viel wie möglich in unseren eigenen Beziehungen und Verhaltensweisen enthalten sein.
[...]
Uns als Ausgebeutete an der Seite von anderen Ausgebeuteten betrachtend, denken wir, dass unsere Ungeduld und unsere Entschlossenheit hier und jetzt anzugreifen, einen Teil des Klassenkonfliktes ausmacht. Wir lassen keine Hierarchie unter den Mitteln zu, die sich auf den im Strafgesetzbuch vorgesehenen Risiken begründet: ein Flyer hat die selbe Würde wie ein Sabotageakt, denn die direkte Aktion steht für uns der Verbreitung von Ideen nicht gegenüber.“

 

  Ja, aber was wollt ihr denn eigentlich? 

Die Brochüre als PDF


Übersetzt aus dem Italienischen und Französischen
Frühling 2010
Originaltitel: « Sì, ma cosa volete in fondo ? »
              Adesso (Rovereto-TN), nr. 29,
                           6. September 2004

 
Diese Ausgabe von Adesso* wird anders sein als die anderen. Wir werden versuchen, auf eine Frage zu antworten, die uns oft gestellt wird: « Ja, aber was wollt ihr denn eigentlich?
». In einer Zeit, in der sich die Repression verschärft, in Anbetracht der kürzlichen Verhaftungen von Anarchisten in Trento und im Rest von Italien, werden sich manche vielleicht über die Wahl eines solch allgemeinen Themas wundern. Es mangelt gewiss nicht an Dingen, die über all dies gesagt werden müssen und wir werden dies so bald wie möglich tun. Sogar die Blinden werden von nun an einsehen müssen, dass die Macht bei jeder Form von Dissens auf immer offenere Weise zuschlägt. Dennoch darf uns die Repression nicht die Luft abschneiden, indem sie uns dazu zwingt, ausschliesslich nach ihrem Zeitplan zu handeln. Die Rolle von ewigen Kassandren** gefällt uns nicht. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb wir das Verlangen verspührt haben, jenseits der spezifischen Kämpfe und Episoden und trotz der Bullen, Staatsanwälte, Journalisten und Gefängniswärter ein paar Zeilen für das Leben, wofür wir kämpfen, zu schreiben – wieso jetzt?, das ist nicht leicht zu sagen. Die Fragen, die uns am Herzen liegen – wie beispielsweise jene, einer Gesellschaft ohne Gefängnisse –, werden sozusagen kaum angerissen werden. Dazu brauchen wir gewiss ganz andere Sachen als eine Ausgabe von Adesso. Trotzdem haben wir Lust, es zu versuchen, wenn auch in dem begrenzten Rahmen unseres Blattes für soziale Kritik. Aber wo beginnen? (weiter)

Kategorie: Worte

Brennende Autos in verschiedenen Städten

Jul 17, '10 @ 16:02

12.07: "In Olten haben Unbekannte in der Nacht auf Sonntag zwei Personenwagen und ein leichtes Sattelmotorfahrzeug angezündet."
16.07: "In Basel ist am Donnerstagabend ein parkierter Personenwagen in Flammen aufgegangen".
17.07: "Bei einem Brand in Aadorf wurden in der Nacht zum Samstag zwei Autos sowie eine Hausfassade beschädigt."


Medienartikel dazu: (weiter)

Kategorie: Taten

16.07.2010 - Basel: Polizei schnappt drei Vandalen

Jul 16, '10 @ 22:27

ein Artikel aus der Baz:

Die Basler Polizei hat drei mutmassliche Vandalen kurz nach der Tat geschnappt. Die jungen Männer hatten in der Nacht auf Freitag kurz nach vier Uhr früh an der Rebgasse bei zwei Coiffeurgeschäften Sachbeschädigungen verübt. Beim einen Salon beschädigten sie ein Schaufenster, beim andern eine grössere Sonnenstore, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken. Das Trio konnte dank Hinweisen von Zeugen nach kurzer Zeit festgenommen werden.
Kategorie: Taten

Die Reisen des Prometheus

Jul 09, '10 @ 23:15

http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/gallery/5738/prometheusbild.bmpDie Reisen des Prometheus

Vom sozialen Krieg in Griechenland und dem Ende
eines hier und dort drüben


Das ausdruckbare PDF wurde aktualisiert und einige Fehler verbessert!

Der Spiegel des sozialen Friedens beginnt zu brechen. Das Haltbarkeitsdatum der sozial-demokratischen Verwaltung Europas scheint überschritten und die nationalen politischen Klassen nehmen eine nach der anderen Abstand von ihr. Während in einigen Ländern die gesetzliche Grundlage für diese Wende bereits unter relativ friedlichen Bedingungen in die Parlamente gebracht wurde, haben die Feindschaften in Griechenland ein unerwartetes Ausmass angenommen. Obwohl diese Konfliktualität in die Folge von Kämpfen gegen den Abbau des “Sozialstaates“ gestellt werden kann, an die wir gewöhnt sind, tendiert sie dazu, einen beträchtlich anderen Charakter anzunehmen. Ein Übereinkommen mit dem Staat im Sinne des alten sozialen Paktes scheint immer unwahrscheinlicher zu werden, denn die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Grundlagen dafür existieren nicht mehr. So finden wir uns vor neuen Ausgangsbedingungen wieder. Allzu sehr daran gewöhnt, Kämpfe zu führen, die auf das Durchbrechen des sozialen Friedens und des ihn umgebenden Konsenses abzielen, könnten wir schnell mit einer neuen Verwaltungsform konfrontiert werden, die eher ein Kriegsklima in Aussicht hat. Daher ist es umso notwendiger, neue Perspektiven zu entwickeln, es zu wagen, einige neue Hypothesen für den sozialen Krieg zu formulieren. (weiter)
Kategorie: Worte

07.07.2010 - Zürich: Autos von Siemens in Brand

Jul 08, '10 @ 16:12

gefunden auf indymedia.ch:

"Eine Medienmitteilung der Stadtpolizei Zürich:

"Kurz nach 01.45 Uhr mussten Stadtpolizei sowie Schutz & Rettung Zürich wegen zwei brennenden Autos zuerst an die Ernst-Zöbeli-Strasse im Kreis 9 und rund 20 Minuten später an die Paul-Clairmont-Strasse im Kreis 3 ausrücken. Obwohl die Brände rasch gelöscht werden konnten, wurden beide Fahrzeuge stark beschädigt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehreren 10'000 Franken. Die Brandursache wird von Brandermittlern der Kantonspolizei Zürich abgeklärt. Aufgrund von ersten Erkenntnissen steht in beiden Fällen Brandstiftung im Vordergrund."


Scheinbar handelte es sich um zwei Firmenautos von "Siemens"

Diese beteiligen sich am europäischen Polizeikongress, entwickeln Sicherheits- und Überwachungstechnologien, erbauen Staudämme und Atomreaktoren, etc...
"

 


Kategorie: Taten

06.07.2010 - Zürich: Mutmasslicher Brandstifter verhaftet

Jul 06, '10 @ 11:18

Medienmitteilung der Stapo:

"In der Nacht von Montag auf Dienstag, 5./6. Juli 2010, mussten Polizei und Schutz & Rettung wegen zwei Bränden im Kreis 6 ausrücken. Kurze Zeit später wurde im Kreis 10 ein 29-jähriger Mann verhaftet. Der Schweizer wird dringend verdächtigt, die Brände gelegt und damit Sachschäden von über 100'000 Franken verursacht zu haben. Kurz nach 02.30 Uhr erhielt die Einsatzzentrale eine Meldung, dass ein Fahrzeug an der Rosengartenstrasse in Vollbrand stehe. Nur wenige Minuten später wurde in unmittelbarer Nähe an der Rötelstrasse ein Brand in einem Hauseingang entdeckt. Schutz & Rettung Zürich war in beiden Fällen schnell vor Ort und konnte die Feuer rasch löschen. Trotzdem brannte das Auto an der Rosengartenstrasse völlig aus. Zudem wurden drei Roller, ein Lieferwagen und eine Hausfassade durch den Brand beschädigt. Beim Brand an der Rötelstrasse wurden der Hauseingangsbereich und die Hausfassade stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 100'000 Franken. Aufgrund von ersten Erkenntnissen an den Schadenplätzen musste in beiden Fällen von Brandstiftung ausgegangen werden. Deshalb löste die Stadtpolizei Zürich eine Fahndung aus. Wenig später kontrollierte eine Streifenwagenpatrouille an der Limmattalstrasse einen Mann. Der 29-jährige Schweizer wird dringend verdächtigt, die Brände gelegt zu haben. Brandermittler der Kantonspolizei Zürich klären nun ab, ob der Festgenommene diese und allenfalls noch weitere Brandstiftungen begangen hat."

 


Kategorie: Taten

Die Unerwünschten

Jul 01, '10 @ 13:35

  Die Unerwünschten
 

  Übersetzt aus dem Französischen und Italienischen
Frühling 2010
Originaltitel: Gli indesiderabili/Les indésirables,
Pantagruel (Pont St Martin-AO) & Sans Patrie (Paris),
                                                                               März 2000
l
Die Brochüre als PDF gibts hier.
 
 
Es gibt immer mehr Unerwünschte auf dieser Welt. Es gibt zu viele Männer und Frauen, für die diese Gesellschaft nur eine Rolle vorgesehen hat: Jene zu krepieren. Als Tote in dieser Welt oder gegenüber sich selbst; nur so wünscht sie sich die Gesellschaft.

Als Arbeitslose dienen sie dazu, diejenigen, die Arbeit haben, dazu anzutreiben, jegliche Demütigung hinzunehmen, um sie zu behalten. Als Isolierte dienen sie dazu, diejenigen, die sich als Bürger betrachten, glauben zu machen, dass sie ein wirkliches Gemeinschaftsleben führen (zwischen dem Papierkram der Autorität und den Warenregalen). Als Migranten dienen sie dazu, bei denjenigen Proletariern, die sich einsam mit ihrem Nichts im Büro, in der Metro oder vor dem Fernseher befinden, die Illusion aufrechtzuerhalten, Wurzeln zu haben. Als Illegale dienen sie dazu, in Erinnerung zu rufen, das es nicht das schlimmste ist, sich der Lohnarbeit zu unterwerfen – es gibt auch Zwangsarbeit und die Angst, die einem bei jeder Routinekontrolle den Bauch einschnürt. Als Abgeschobene dienen sie dazu, die Erpressung mit der Verbannung in ein Elend ohne Rückkehr bei all den ökonomischen Flüchtlingen des kapitalistischen Genozids zu verstärken. Als Gefangene dienen sie dazu, denjenigen, die von dieser elendigen Existenz nichts mehr wollen, mit dem Schreckgespenst der Bestrafung zu drohen. Als ausgelieferte Staatsfeinde dienen sie dazu, verstehen zu machen, dass es in der Internationale der Herrschaft und Ausbeutung keinen Platz für das schlechte Beispiel der Revolte gibt.

Arm, isoliert, überall fremd, eingesperrt, vogelfrei*, verbannt: die Lebensbedingungen dieser Unerwünschten werden immer mehr geteilt. Auch der Kampf kann daher geteilt werden, auf der Grundlage der Verweigerung eines Lebens, das mit jedem Tag prekärer und künstlicher wird. Bürger oder Ausländer, Unschuldige oder Schuldige, Illegale oder Regularisierte: diese Unterscheidungen der staatlichen Gesetzbücher gehören uns nicht länger an. Wieso sollte die Solidarität diese sozialen Grenzen respektieren, während die Armen unaufhörlich von der einen zur anderen geschleppt werden?

Wir sind nicht mit dem Elend solidarisch, sondern mit der Tatkräftigkeit, mit der die Männer und Frauen es nicht mehr über sich ergehen lassen. (weiter)

Kategorie: Worte

28.06.2010 - Forch (ZH): Gentechforscher attackiert

Jun 29, '10 @ 21:40

Gefunden auf indymedia.ch:

"Inspiriert von der sabotageaktion in pully (lausanne), gegen das gentechversuchsfeld, haben wir uns entschlossen den kampf weiterzuführen.
wir attackierten das zuhause von wilhelm gruissem (auswisstrasse 7, forch), mitglied der leitungsgruppe des versuchsfelds und kollaboratör mit shell und monsanto, beide involviert in gentechforschung. in der nacht vom 28.6/29.6 beschädigten wir sein auto, sein motorrad. zudem versprayten wir sein haus mit der parole "no gmo".
gegen gentechnologie, monokulturen, technokratie und kapitalismus!
der kampft geht weiter
"

Kategorie: Taten

27.06.2010 - Winterthur: Polizist bricht sich bei Verhaftung ein Bein

Jun 28, '10 @ 14:35

aus dem Tages Anzeiger:

Bei der Festnahme eines betrunkenen Mannes im Winterthurer Lindengutpark hat sich ein Stadtpolizist das Bein gebrochen. Er musste im Spital operiert werden.Eine Polizeipatrouille hatte am Samstag kurz vor 2.30 Uhr beobachtet, wie zwei Männer auf der Römerstrasse versuchten, an vorbeifahrenden Fahrzeugen die kleinen Flaggen abzureissen [Anm.: kleine Nationalfahenen wahrscheindlich die aufgrund der WM nun überall präsent sind]. Als die Polizisten einen der beiden Männer einer Personenkontrolle unterziehen wollten, ergriff dieser zu Fuss die Flucht. Im Lindengutpark wurde er von den Polizisten eingeholt und verhaftet. Bei der polizeilichen Befragung gab der 29-jährige Schweizer an, er habe «Räuber und Poli» spielen wollen. Ein Atemlufttest ergab bei ihm einen Blutalkoholwert von 1,7 Promille.


Kategorie: Taten

23.06.2010 - Pully (VD): Gentechfeld sabotiert

Jun 24, '10 @ 21:32

Gefunden auf indymedia.ch:

"In der Nacht vom Mittwoch 23. auf Donnerstag den 24. wurde das Versuchsfeld mit genmanipulierten Getreidesorten mit Herbiziden angegriffen mit dem Ziel, die Pflanzen zu zerstören und die Forschung über GVO zu verhindern.
Der Widerstand gegen den gentechnischen Wahnsinn ist Teil eines umfassenden Widerstands gegen die soziale Kontrolle der Gesellschaft und des Lebens, die sich im Moment unter anderem dank Nano- und Biotechnologien im Aufbau befindet.
Aus diesen Gründen wollen wir auch unsere Solidarität ausdrücken mit konkreten Aktionen und mit denen, welche sich diesem technowissenschaftlichen kapitalistischen System widersetzen, im speziellen mit Marco Camenisch, Silvia, Costa und Billy, revolutionäre Gefangene, die im Moment in Schweizer Knästen eingesperrt sind, weil sie verstanden, dass Worte nicht reichen und dass es nötig ist zu handeln, um eine radikale Veränderung zu kreieren, auch wenn das bedeutet, das Risiko einzugehen, seine Freiheit zu verlieren.
"

Quelle


Kategorie: Taten

An wen richten wir uns?

Jun 18, '10 @ 17:28

http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/gallery/5738/an%20wenn%20bild.gifAn wen richten wir uns?

Brochüre als PDF: hier


Es ist offensichtlich, dass wir uns nicht in der Situation befinden würden, in der wir uns befinden, wenn sich nicht überall um uns (sowie in unserem Innern) eine gewisse Abgestumpftheit breitgemacht hätte. Wenn jeder Vorfall, der die Arroganz der Macht ans Tageslicht befördert, noch immer eine Wut provozieren würde, die fähig ist, die Strassen und Plätze zu füllen, dann würden wir heute nicht täglich Razzien und Patrouillen, Überwachungskameras und kleinen Lagern, Baustellen von militärischen Stützpunkten und Atomkraftwerken begegnen. Doch so ist es. Jede Überlegung darüber, wie es dazu kommen konnte, kann insofern interessant sein, wie sie ein Beitrag zu einer möglichen Umkehrung der Tendenz darstellt. Das heisst, insofern sie hilfreich ist, um aus dieser Pattsituation auszubrechen.
Denn es ist notwendig zu reagieren, da besteht kein Zweifel. Doch das Erwachen scheint nicht einfach zu sein. Wen wollen wir miteinbeziehen, wenn wir uns entschlossen haben, dieser Welt den Kampf anzusagen? Richten wir uns an all diejenigen, die unterworfen werden, oder haben wir bestimmte, zu bevorzugende Kategorien im Sinn? Wessen Ohren sind es also, die wir öffnen wollen? Wessen Reaktionen sind es, die wir hervorrufen wollen? Und vor allem, wie gedenken wir, dies zu erreichen? Welche Knöpfe wollen wir drücken?

Die klassische Gegeninformationsarbeit tritt auf der Stelle. Mittlerweile ist allen klar, dass das Problem nicht so sehr ist, die Leute zu informieren und Fakten zu überliefern. Es scheint nicht die Unwissenheit zu sein, die eine mögliche Revolte hemmt. Viele sind sich dessen bewusst, was so passiert, doch dieses Wissen bewirkt keine Reaktionen. Es bleibt eine notwendige und fundamentale Arbeit, die Entfremdung zu denunzieren, die von einer durch die technologische Entwicklung allgegenwärtig gewordenen Propaganda herbeigeführt wird und die Verfälschung unserer Emotionen zu denunzieren, die uns in Zuschauer verwandelt, die all das betrachten, was einst noch endlose Proteste hervorgebracht hätte. Doch es ist offensichtlich, dass das nicht ausreicht. Und wir meinen hier nicht einen Mangel an Handlungen, von denen es schön wäre, wenn sie die Worte stets begleiten, sondern eben die Begrenztheit solcher Formen der Kritik an sich.  (weiter)
Kategorie: Worte

Zürich: Polizei schoss auf Fluchtwagen

Jun 18, '10 @ 17:22

aus einem Artikel des Tagesanzeiger:

Kurz nach Mittag ist in der General-Wille-Strasse ein Auto in eine Hausmauer geprallt. [...] In dem Wagen sassen Einbrecherinnen, die von der Polizei verfolgt wurden. [...] Kurz vor dem Unfall brachen zwei Frauen in der Nähe des Restaurants «Seerose» in Wollishofen in ein neues Wohnhaus ein. [...] Sie hätten ein grosses Chaos hinterlassen und Schmuck gestohlen. [...] Das Auto der flüchtenden Einbrecherinnen fiel der Polizeipatrouille auf, die zu dem Einbruch gerufen worden war. In diesem Zusammenhang kam es auch zu einem Schusswaffen-Einsatz der Polizei, wie es in der Meldung der Stadtpolizei heisst. [...] Bei der Verzweigung Alfred-Escher-Strasse/General-Wille-Strasse prallte der Wagen der Einbrecherinnen erst mit einem schwarzen Fahrzeug zusammen und danach in eine Gebäudemauer. [...] Vier Personen wurden ins Spital gebracht.

Kategorie: Taten

Sissach BL: Häftling legt Brand in seiner Zelle

Jun 18, '10 @ 00:32

Am Donnerstagabend hat ein Häftling in seiner Zelle WC-Papier entzündet und einen Brand verursacht. Vier Menschen wurden verletzt - neben dem Brandstifter auch sein Zellengenosse im Bezirksgefängnis sowie ein Aufseher und ein Feuerwehrmann. [...] Drei der Verletzten hätten zu viel Rauch eingeatmet, der Feuerwehrmann wiederum habe sich bei einem Sturz am Bein verletzt. [...] Die Rauchentwicklung war so stark, dass alle 15 Gefangenen der Vollzugsanstalt evakuiert werden mussten. [...] Der Brand im WC der Zelle hatte einen Grosseinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Kategorie: Taten

16.06.2010 - Zwei Knastspaziergänge

Jun 17, '10 @ 17:10

gefunden auf indymedia.ch:

F. sitzt für 40 Tage wegen illegalen Aufenthaltes und geringfügigen Diebstahls. [...] Gestern Abend besuchten zwischen 30 und 40 FreundInnen und SympathisantInnen F. vor dem Bezirksgefängnis Bremgarten. [...]
Fordern tun wir nichts, wir wüssten nicht, von wem. [...]


Am 16.06.2010 um 18 Uhr demonstrierten ca. 50 Leute auf der Kasernenwiese gegen die Verhaftung von Marcelo, einem Sans-Papiers. Die Demo wurde von einigen Six-Packs Bullen angegriffen, die für WM-Einsätze bereitgestellt waren. Mindestens 2 Leute wurden eingepackt.
Ob und wann Marcelo ausgeschafft wird ist nicht klar.

 


Kategorie: Taten

13.06.2010 - Kundgebung vor dem Gefängnis in Lausanne

Jun 14, '10 @ 16:37

ca. 40 Personen versammelten sich vor dem Gefängnis Bois-Mermet in Lausanne, wo vor ein paar Wochen ca. 20 Gefangene sich weigerten zurück in ihre Zellen zu gehen, in Solidarität mit Skander Vogt, den die Wärter in seiner brennenden Zelle ersticken liessen. Sie riefen Parolen ("Stein für Stein, Mauer für Mauer, Lasst uns alle Gefängnisse zerstören") den Gefangenen zu und lasen ein Communiqué. Schlussentlich wurden sie von Riot-Bullen eingekesselt und 20  Personen wurden kontrolliert. 
Kategorie: Taten
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