Zürich: Proteste gegen Quartieraufwertung

Gefunden auf indymedia.ch:Die Demonstranten zündeten einen Abfallcontainer an: Polizisten und Linksautonome an der Neufrankengasse. (28. Oktober 2012)

Ein kleiner Bericht zu den Protesten gegen die Stadtaufwertung vom vergangenen Samstag Abend:

„Gegen 20:30 versammelten sich etwa 150 Personen auf dem Vorplatz des Güterbahnhofs, dort, wo das neue Polizei und Justizzentrum gebaut werden soll. Relativ bald stellte sich die Polizei auf der nahen Brücke auf, um den Zugang ins Langstrassenquartier zu blockieren. Die Menge versuchte erst trotzdem, sich über die Brücke in Bewegung zu setzen, während einige Gegenstände auf die Beamten flogen, wurde aber von Gummischrott und Tränengas zurückgedrängt. Man begab sich auf die Hohlstrasse, wo an verschiedenen Wänden Sprayereien angebracht wurden (u.a.: „PJZ niemals – Sabotage, direkte Aktion!“). Auf der Hohlstrasse wurde eine Barrikade errichtet, die in Brand gesteckt wurde. Die Menge begann sich durch das Quartier zu begeben, und versuchte, über andere Brücken den Kreis 4 zu erreichen, was schliesslich auch gelang. Dabei kam es an einer Stelle zu einem kurzen Einsatz des Wasserwerfers, während bei anderen Gelegenheiten Polizeiwannen mit Steinen beworfen wurden, wobei einige Scheiben ihrer Autos zu Bruch gingen. Auch einge Baumaschinen verloren unterwegs ihre Scheiben. Schliesslich erreichte man die Bäckeranlage, wobei unterwegs mehrmals der Weg mit Kontainern und Behelfsmaterial versperrt wurde. Bei der Bäckeranlage löste sich der Haufen grösstenteils auf.
Im späteren Verlauf des Abens hielten sich weiterhin viele Leute in dem Langstrassenquartier auf, und an der Neufrankengasse fand ein Konzert auf offener Strasse statt. Dort wurden an verschiedenen Wänden Sprayereien angebracht, sowie die Schaufensterscheibe eines Kunstladens verschmiert (die Künstler sind stets die Speerspitze der Aufwertung und Verdrängung). Am späteren Abend kam es aufgrund einiger brennender Kontainer erneut zu einem kurzen Gummischrotteinsatz der Bullen.

Am nächsten Morgen lässt sich ausserdem feststellen, das auf dem Parkplatz vor dem Güterbahnhof bei etwa 10 Autos der SBB alle Reifen plattgestochen wurden. Die SBB verkaufte das Areal beim Güterbahnhof für das PJZ, sowie auch das Areal der Europaallee. Sie beteiligt sich an Gefangenentransporten und Ausschaffungen. Ausserdem wurde in Richtung Gleise eine grosse Sprayerei angebracht, an die ich mich aber nicht mehr erinnere.“

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