Gradisca (I): Sans-Papiers zerstören Ausschaffungsgefängnis

Nach einem Monat Revolten, brennenden Matratzen, Sabotagen und Sachschäden haben es die Insassen des CIE (Zentrum für Identifikation und Ausschaffung) in Gradisca im wörtlichen Sinn geschafft, ihre Käfige zu zerstören. Die Anstalt war schon unbrauchbar gemacht worden durch die etlichen Aufstände, die das Leben derselben seit der Eröffnung vor fünf Jahren charakterisierten, was dazu führte, dass weniger als die Hälfte der Anstalt funktionsfähig war. Das Ankommen junger Leute, die die letzten Revolutionen im Maghreb erlebt hatten, brachte das Pulverfass zum Explodieren.

Seit einer Woche sind die Brände zu einem alltäglichen Phänomen geworden. Stein für Stein, Mauer für Mauer haben die Sans-Papiers schrittweise alle Zellen zerstört. Die Polizei versuchte mehrmals, die Situation in den Griff zu kriegen, junge Leute wurden verhaftet, aber schliesslich gab sie diese unkontrollierbar gewordene Situation schlichtweg auf. Gestern blieb nur noch eine Zelle mit acht Betten für mehr als 105 Gefangene, die Immigranten mussten sich arrangieren, um in den Gemeinschaftsräumen zu schlafen. Die Anstalt existiert nicht mehr.

Die Zerstörung von Strukturen, obwohl der Staat es nicht zugeben möchte, trägt also Früchte! Ohne viel Aufhebens wurden gestern 32 Sans-Papiers in die Freiheit entlassen. Im letzten Moment blockierte das Innenministerium die Freilassung 20 weiterer Insassen, doch heute morgen teilte man sieben von ihnen die unmittelbare Freilassung mit…

Nach einem Monat Revolten, brennenden Matratzen, Sabotagen und Sachschäden haben es die Insassen des CIE (Zentrum für Identifikation und Ausschaffung) in Gradisca im wörtlichen Sinn geschafft, ihre Käfige zu zerstören. Die Anstalt war schon unbrauchbar gemacht worden durch die etlichen Aufstände, die das Leben derselben seit der Eröffnung vor fünf Jahren charakterisierten, was dazu führte, dass weniger als die Hälfte der Anstalt funktionsfähig war. Das Ankommen junger Leute, die die letzten Revolutionen im Maghreb erlebt hatten, brachte das Pulverfass zum Explodieren.
Seit einer Woche sind die Brände zu einem alltäglichen Phänomen geworden. Stein für Stein, Mauer für Mauer haben die Sans-Papiers schrittweise alle Zellen zerstört. Die Polizei versuchte mehrmals, die Situation in den Griff zu kriegen, junge Leute wurden verhaftet, aber schliesslich gab sie diese unkontrollierbar gewordene Situation schlichtweg auf. Gestern blieb nur noch eine Zelle mit acht Betten für mehr als 105 Gefangene, die Immigranten mussten sich arrangieren, um in den Gemeinschaftsräumen zu schlafen. Die Anstalt existiert nicht mehr.

Die Zerstörung von Strukturen, obwohl der Staat es nicht zugeben möchte, trägt also Früchte! Ohne viel Aufhebens wurden gestern 32 Sans-Papiers in die Freiheit entlassen. Im letzten Moment blockierte das Innenministerium die Freilassung 20 weiterer Insassen, doch heute morgen teilte man sieben von ihnen die unmittelbare Freilassung mit…

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