Über 100 Hausdurchsuchungen in ganz Italien

Im Zusammenhang mit den Unruhen in Rom kam es am Dienstag 17. Oktober in ganz Italien zu einer massiven Welle von Hausdurchsuchungen (wahscheinlich um die 100) in etlichen Städten von Norden bis Süden. Dabei wurden nach unseren Informationen bisher keine Personen verhaftet, sondern Hauptsächlich Material beschlagnahmt, das zur wiedererkennung durch die Kamerabilder von Rom (Computer, etc. wurden anscheinend nur in Rom beschlagnahmt). Anscheinend kam es in Rom zu einer Verhaftung einer Person, die als eine der Verantwortlichen für die Unruhen betrachtet wird, da sie auf verschiedenen Bildern wiederzuerkennen sei.

Folgend ein Artikel aus der NZZ:

Hartes Vorgehen gegen «Stadtguerillas» gefordert

Nach den Krawallen am Samstag in Rom bei den weltweiten Protesten gegen die Macht der Banken gehen die italienische Sicherheitsbehörden massiv gegen die Anarchistenszene vor.

Am Montag begann eine Grossrazzia, sagte ein Staatssekretär im Innenministerium, Alfredo Mantovano, im Interview des Fernsehsenders Sky TG23 TV. Italienischen Medienberichten zufolge wurden in mehreren Städten Wohnungen und Jugendzentren durchsucht.

Dabei seien Gasmasken, Skimützen und andere von Randalieren getragene Ausrüstung beschlagnahmt worden, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Sechs Personen seien festgenommen worden. Razzien hätten unter anderem in Florenz, Palermo und Ancona stattgefunden.

Er wies Kritik zurück, die Polizei sei gegen die mehreren hundert Randalierer am Samstag nicht entschieden genug vorgegangen, die am Rande der weltweiten «Occupy»-Proteste Geldautomaten mit Vorschlaghämmern und Knüppeln demolierten, Schaufenster einschlugen und Polizeifahrzeuge in Brand steckten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Nach Angaben des römischen Bürgermeisters Giovanni Alemanno entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro.

Politiker aller Parteien verurteilten die Gewalt, für die Linksextremisten verantwortlich gemacht wurden. Sie forderten ein hartes Vorgehen gegen «Stadtguerillas». Kulturstaatssekretär Francesco Giro sagte bei der Besichtigung von Schäden an der Lateranbasilika: «Das war versuchter und echter urbaner Terrorismus». Die Antiterrorgesetze müssten angewendet werden.

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