„Wählen wir mit Feuer und Steinen für eine Welt ohne Grenzen“

Die letzten Sonntag angenommene Initiative, welche die Ausschaffungen von hier lebenden Migranten schon ab dem geringsten Delikt gesetzlich legitimiert („Raub“, „Sozialhilfemissbrauch“, inklusive Klausel, dass „weitere „Tatbestände“ ergänzt werden können“), wurde von diversen wütenden Handlungen begleitet, die weit aus dem Rahmen des demokratischen Abstimmungszirkus tanzten. Während schon im Vorfeld immer wieder verschiedene Handlanger der Ausschaffungsmaschinerie angegriffen wurden, Sprayereien und Plakate sich in den Städten häuften, akkumulierten sich die Ereignisse um den Abstimmungstag. In Bern und Zürich sorgten Demonstrationsumzüge für massive Verwüstungen, wobei in der Vornacht in Zürich das Migrationsamt und in der darauffolgenden Nacht in Bern das Generalsekretariat der SVP angegriffen wurden. In Basel wird eine Urne entwendet und in Brand gesteckt, in Schlieren wird ein Brandsatz-Blindgänger vor einem Abstimmungslokal gefunden.

Zur Demonstration in Zürich:

ein auf Indymedia.ch publizierter Artikel:

„Wäh78971len wir mit Feuer und Steinen für eine Welt ohne Grenzen“
„Unsere Träume stehen nicht auf Stimmzetteln“
„Für ein Leben ohne Papiere und Staaten“

Einige der vielen Sprayereien, die, neben zahlreichen zerbrochenen Scheiben, auf der Route der gestrigen Demonstration gegen Ausschaffungen noch immer zu sehen sind. Diese fand in Bezug auf die Ausschaffungsinitiative der SVP statt, welche an diesem Tag angenommen wurde.

SCHWEIZ DEMO AUSSCHAFFUNGSINITIATIVEEine kurze Ergänzung zu den angegriffenen Einrichtungen. Die Überlegungen zu möglichen Gründen kann sich jeder selber machen:

– CIC Bank, nähe Löwenplatz, Scheibe beim Eingang kaputt
– Luxus Hotel, Vor ZH Hauptbahnhof, ein paar kaputte Scheiben, verwüstetes Mobiliar
– Apple Store, Beim Hauptbahnhof, ein paar k1290977041544-8bf0c9511d3842cb4e4ff9b2cac22377aputte Scheiben
– Bankomat bemalt
– ZKB, Limmat quai, viele kaputte Scheiben
– verschiedene kleine Schmuck- und Bonzenläden am Limmat Quai, kaputte Scheiben
– Raiffeisen Bank, Limmat Quai, mehrere kaputte Scheiben
– Zunfthaus, zweimal passiert, zweimal angegriffen, sehr viele kaputte Scheiben und Einrichtung
– UBS, Bellevue, einige kaputte Scheiben
– NZZ, Falkenstrasse, viele kaputte Scheiben und verwüstete Eingangseinrichtung
– Rathaus, Limmat Quai, Farbanschlag

[dies sind gesammelte Informationen von Medien und persönlichen Betrachtungen, daher durchaus unvollständig…]

Unterwegs zogen sich mehrmals Bullenreihen von 10-20 Einheiten angesichts der Demostration zurück. Bei der Rudolf-Brunn Brücke wurden sie unter Beschuss von Steinen und Flaschen zur Seite gedrängt, während beim Vorbeiziehen auch Bullenvans angegriffen wurden. Mehrere Luxusautos kamen unterwegs zu Schaden. Nach der Schlaufe hinter dem Bellevue, kam es bei der Rathausbrücke zu einer Trennung eines kleinen Teils der Demonstration, als die Bullen das erste Mal schrotteten und mit einem Wasserwerfer auffuhren. Der Abgetrennte Teil konnte sich nach einem Umweg durch das Niederdorf der Demo wieder anschliessen. Beim Paradeplatz begann sich die Demo zu einem grossen Teil aufzulösen. Einige versammelten sich wieder auf dem Helvetiaplatz.
Zu beginn wahren etwa 600-800 Leute anwesend, im Verlauf der Demonstration konnte man durchaus bis zu 2000 zählen.

Wir freuen uns, dass es, laut Medien, nur zu einer einzelnen Verhaftung kam.
Wir wünschen dieser Person Mut und Entschlossenheit vor der staatlichen Justiz.

Brechen wir den Landfrieden!

Medienartikel: Tages Anzeiger

Zur Demonstration in Bern:http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/files/2010/11/1382797-806ee1c3b5f8485f75d1e9a4de574ae5.jpg

Laut Medien demonstrierten in Bern ungefähr 500 Leute. „Vermummte schlugen die Eingangstüre des Hotels «Bristol» ein, in dem SVP-Vertreter anwesend waren, und warfen die Scheibe der Berner Niederlassung einer Grossbank ein.“ „Vor dem Bundeshaus postierte Polizisten wurden mit Flaschen beworfen.“ Von Verhaftungen ist bis jetzt nichts zu lesen.

In der darauf folgenden nacht wurde das SVP-Generalsekretariat in Bern angegriffen. „Dtopelementie Täter haben mehrere Scheiben […] eingeschlagen. Ausserdem sind Storen beschädigt und Mauern verschmiert worden. Die Vandalen machten auch nicht vor drei in der Nähe parkierten Autos halt.“
Aus einem auf indymedia.ch publiziertem Communiqué: „Wir haben die Storen runtergerissen, die Scheiben zerstört und das Gebäude mit ein bisschen Farbe verziert. Wäre das Büro nicht im Parterre eines mehrstöckigen Wohnhauses untergebracht, hätten wir es runtergebrannt.“

Angriffe auf Abstimmungslokale in Basel und Zürich:

in Basel, Allschwil stürmten mehrere Vermummte einAbstimmungslokal, entwendeten die Urne und verbrannten deren Inhalt vor dem Gebäude. In Zürich, Schlieren wurde von der Polizei vor einem Abstimmungslokal ein Brandsatz gefunden, der nicht losging.


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